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Text File  |  1997-02-07  |  20.2 KB  |  323 lines

  1.                                   Highlights des Upgrades
  2.  
  3. Der Compiler
  4.  
  5. Einer der Gründe für die Verzögerung des Upgrades lag darin, daß wir uns entschlossen
  6. hatten, den Compiler in großen Stücken neu zu implementieren. Und wie heißt es so schön?
  7. Beim zweiten Mal wird alles besser! Hier sind die Resultate.
  8.  
  9. Die wesentlichen Änderungen des Compilers betreffen die Codeerzeugung. Er erzeugt jetzt
  10. einen schnellen kompakten Code:
  11.  * Konstante Teilausdrücke werden erkannt und zur Laufzeit berechnet (constant folding).
  12.  * Unnötiges Umkopieren der aktuellen Parameter unterbleibt (Prozeduraufrufe sind schneller).
  13.  * Funktionswerte bis 32 Bit Größe können im Register statt auf dem Stack zurückgegeben
  14.    werden.
  15.  * Bei der Berechnung von  Ausdrücken  werden  die  Register  des  68000  zur  Zwischen~
  16.    speicherung benutzt (bisher wurde auch hier der Stack verwendet).
  17.  * Laufvariablen von FOR-Schleifen werden in einem Register gehalten.
  18.  * Die Record-Adresse bei WITH-Anweisungen wird im Register abgelegt.
  19.  * Bereichs- und Überlauf-Prüfungen werden effizienter codiert.
  20.  * Feld- und Record-Zugriffe werden deutlich besser übersetzt.
  21.  * Aufeinander folgende Konstanten als aktuelle  Parameter  bei  Prozeduraufrufen  werden
  22.    zusammengefaßt (Beispiel: GotoXY (2,2) erzeugt eine einzige MOVE.L-Instruktion!).
  23.  * Viele  weitere  Feinheiten,  die  wir  schon  immer  als  selbstverständlich  für  eine  gute
  24.    Code-Erzeugung bei einem Ein-Pass-Compiler ansahen.
  25.  
  26. Der  Compiler  erfüllt  jetzt  vollständig  die  Sprachdefinition  von  PIM3  ("Programming  in
  27. Modula-2" von Prof. Wirth, 3. Auflage); beispielsweise können nun alle Standardfunktionen,
  28. wie MAX, SIZE, CHR usw. in CONST-Ausdrücken verwendet werden.
  29.  
  30. Wußten Sie schon, daß seit mehreren Jahren an einem internationalen Standard für Modula-2
  31. gearbeitet wird? Dieser hat zum Ziel, daß sowohl die Ungenauigkeiten in Wirths Sprach~
  32. definition als auch die Probleme mit verschiedenen Rechnerarchitekturen gelöst werden, so
  33. daß Modula nun auch in der Praxis portabler als C wird. Die Normierung, die in ca. einem
  34. Jahr  feststehen  dürfte,  wird  durch  das  ISO,  eine  weltweite  Vereinigung  von  Landes~
  35. organisationen wie BSI, IEEE und DIN, vorgenommen.
  36.  
  37. Im deutschen DIN-Arbeitskreis für Modula-2 sind wir selbst aktives Mitglied und konnten
  38. auch schon eigene Erfahrungen mit unserem Modula mit in den Standard einfließen lassen. So
  39. können wir auch gut beurteilen, welche Spezifikationen der ISO-Norm so sicher sind, daß wir
  40. sie schon jetzt implementieren können. Solange die Normierung noch nicht abgeschlossen ist,
  41. hat es wenig Sinn, unseren Compiler so weit wie möglich anzupassen, denn einige Dinge der
  42. ISO-Norm erfordern nicht unerhebliche  Anpassungen  bestehender  Modula-Programme.  Wir
  43. haben uns deshalb erst einmal darauf beschränkt, die interessanten Erweiterungen der Norm
  44. zu  implementieren,  soweit  sie  keine  Beeinträchtigungen  gegenüber  PIM3  bzw.  unseren
  45. bisherigen Programmen bedeuten.
  46.  
  47. Die bedeutendsten ISO-Erweiterungen:
  48.  * Aggregate (damit können nun beispielsweise bequem ganze Felder und Records initialisiert
  49.    werden).
  50.  * Der Typ BITNUM, mit dem definiert einzelne Bits angesprochen werden können, sowie die
  51.    Funktionen SHIFT und ROTATE zum Verschieben/Rotieren.
  52.  * Typen REAL und LONGREAL. LONG ist der bisherige REAL-Typ, REAL ist ein neuer
  53.    4 Byte-Real, der natürlich wieder konkurrenzlos schnell ist.
  54.  * String-Konstanten können verkettet werden, so daß es kein Problem mehr ist, Control-
  55.    Zeichen einzufügen oder einen String über mehrere Zeilen zu schreiben.
  56.  * Mehrdimensionale offene Felder sind möglich.
  57. Weitere Korrekturen und Erweiterungen beim Compiler:
  58.  * Der Mathe-Koprozessor (FPU 68881/2) kann bei ST und TT eingesetzt werden (s.u.).
  59.  * Long-Konstanten brauchen nicht mehr mit der Kennunng 'D' oder 'L' versehen werden.
  60.  * Wir haben nun einen echten 32 Bit-Compiler, das heißt: keine Einschränkungen mehr bei
  61.    lokalen Daten, Records, Arrays usw.
  62.  * Zeitintensive  Routinen  können  durch  die  Deklaration  von  Register-Variablen  wie  in
  63.    C optimiert werden. Dies kann u.U. Funktionen um das Zweifache beschleunigen.
  64.  * Zur besseren Kompatibilität mit anderen Modula-Compilern werden aufgezählte Record-
  65.    Felder  nun  in  der  "richtigen"  Reihenfolge  abgelegt  (natürlich  per  Compiler-Option
  66.    abschaltbar), ebenso SETs bis 32 Bit (auch BITSET). Per Option kann erreicht werden,
  67.    daß LONG-Variable (z.B. LONGCARD) auf SHORT-Variable (z.B. CARDINAL)  ohne
  68.    Zuhilfenahme der SHORT-Funktion zugewiesen werden können. FORWARD kann auch in
  69.    der üblichen Pascal-Syntax verwendet werden.
  70.  * Alle  Fehler  in  bezug  auf  Import/Export  sowie  opaque  und  Aufzählungs-Typen  sind
  71.    behoben.  Bei  POINTER-  und  Prozedurtyp-Deklarationen  brauchen  die  Referenz-  bzw.
  72.    Parametertypen nicht  mehr  im  selben  TYPE-Bereich  nachdeklariert  zu  werden  sondern
  73.    sondern sie lassen sich nun irgendwo im Block nachdeklarieren - so wie es Wirth & ISO
  74.    verlangen.
  75.  
  76. Summa summarum: Wir sind nun auch in punkto Code-Erzeugung stolz auf unseren Compiler.
  77. Und was das bei uns Perfektionisten heißt, können wir hier leider aus wettbewerbsrechtlichen
  78. Gründen nicht weiter ausführen.
  79.  
  80. Die Shell
  81.  
  82. Die Shell bietet nun noch mehr Komfort. Es ist möglich, beliebig viele Dateien zu selektieren,
  83. zu kopieren und zu  löschen.  Disketten  können  formatiert  werden.  Insgesamt  wurde  die
  84. Bedienung weitgehend den Fähigkeiten des Desktops angeglichen. Es können bis zu zehn
  85. Arbeitsdateien simultan installiert werden, zudem erkennt die Shell automatisch, wenn zu
  86. einem auszuführenden Quelltext ein aktueller, d.h. jüngerer Code existiert und führt diesen
  87. dann ohne ein erneutes Compilieren aus. Die gesamte Arbeitsumgebung, also die Position
  88. aller Icons und Fenster sowie alle Einstellungen in den  Dialogboxen,  kann  abgespeichert
  89. werden. Damit ist nun eine bequeme Verwaltung verschiedener Projekte möglich, dies wird
  90. noch  durch  die  Möglichkeit  der  Benutzung  von  beliebigen  Batch-Dateien  (in  etwa  die
  91. bisherigen SHELL.INF-Dateien) unterstützt. Das Konfigurieren und Bedienen der Umgebung ist
  92. einfacher  und  zugleich  komfortabler  geworden,  dazu  gehört  auch  die  Möglichkeit,  alle
  93. Funktionen der Shell wahlweise über die Tastatur oder mit der Maus bedienen zu können,
  94. außerdem das leichtere Einbinden beliebiger Editoren.
  95.  
  96. Das Make
  97.  
  98. Das  Megamax  Modula-2  System  verfügt  nun  über  ein  Make-Utility.  Dieses  einfach  zu
  99. bedienende Programm übernimmt die automatische Compilierung aller Dateien eines Projektes,
  100. dabei wird aufgrund der Modulabhängigkeiten und der  Zeitstempel  der  einzelnen  Quell~
  101. texte und  schon  vorhandenen  Codedateien  bestimmt,  welche  Quellen  compiliert  werden
  102. müssen. Nach Ermittlung der zu übersetzenden Module wird der Compiler dazu automatisch
  103. aufgerufen. So werden nur genau die Module neu übersetzt, bei denen das notwendig ist.
  104. Auch die Erstellung der Datei,  die  die  Modulabhängigkeiten  enthält  (Make-Datei),  kann
  105. bequem von einem mitgelieferten Programm durchgeführt werden; dieses erledigt seine Arbeit
  106. unter Auswertung der einzelnen Importlisten.
  107.  
  108. Die Benutzung des Make kann in gewohnt bequemer Weise von der Shell, vom Editor oder
  109. gar aus den Batch-Dateien heraus geschehen.
  110. Die Editoren
  111.  
  112. Da Editoren Geschmackssache sind, liefern wir gleich zwei davon. Der eine Editor arbeitet
  113. unter Verwendung des GEM und vereinigt mächtige Befehle mit einer einfachen Bedienung.
  114. Der zweite Editor, der Gepard-Editor, der bereits auf den MeMoX-Disketten zu erhalten
  115. war, arbeitet ohne GEM, belegt dafür aber wenig Speicher und ist sehr schnell, zudem
  116. bietet  er  nun  eine  trickreiche  Hilfe-Funktion:  Er  kann  automatisch  nach  exportierten
  117. Bezeichnern der vorhandenen Definitionsmodule suchen und die dazu gehörige Beschreibung
  118. anzeigen. Beide Editoren können mehrere Texte gleichzeitig bearbeiten und erlauben ein
  119. schnelles Übersetzen der Module, ohne den Text zu speichern und den Editor zu verlassen.
  120. Der Toolbox-Editor wird nicht mehr mitgeliefert, Sie können aber den alten weiterverwenden.
  121.  
  122. Die Bibliothek
  123.  
  124. Selbst unsere Bibliothek konnte noch verbessert werden und enthält nun über 220 Module.
  125. Viele der alten Module wurden erweitert und auch  ausführlicher  dokumentiert.  Natürlich
  126. unterstützen wir die im TOS 1.4 und TT-TOS hinzugekommenen Routinen, und die Speicher~
  127. verwaltung ist nun unabhängig von der TOS-Version und dabei auch noch kompakter und
  128. schneller geworden, bietet aber weiterhin den gewohnten Megamax-Komfort. Das System
  129. wurde auch schon erfolgreich auf dem Atari TT eingesetzt.
  130.  
  131. Es  ist  nun  möglich,  alle  oder  einzelne  Definitionsmodule  in  einer  Library-Datei  zusam~
  132. menzufassen, aus der sie vom Compiler während des Compilierens gelesen werden, was einen
  133. deutlichen Geschwindigkeitsgewinn bringt. Um Speicherplatz auf der Disk zu sparen, ist es
  134. möglich,  die  Dateien  zu  komprimieren.  Getreu  unserem  modularen  Motto,  alle  System~
  135. funktionen auch dem Benutzer zugänglich zu machen, ist es selbstverständlich, daß sowohl
  136. die Prozeduren zum Komprimieren und Dekomprimieren einzelner Speicherbereiche als auch
  137. die Routinen zur Verwaltung von Library-Dateien in dem Benutzer  zugänglichen  Modulen
  138. stehen.
  139.  
  140. Des  weiteren  wurde  die  Bibliothek  um  Module  zur  einfachen  Verwaltung  von  Fenstern
  141. beliebigen Inhalts und Fenstern, die komplette Listen in Textform und gewohntem Komfort
  142. darstellen, erweitert. Es gibt neue Module, die die meistgebrauchten Routinen zur GEM-
  143. Programmierung und schnelle Prozeduren zum Löschen und Verschieben von Speicherbereichen
  144. enthalten. Der direkte Zugriff auf alle AES- und VDI-Daten ist nun möglich. So können Sie
  145. sowohl neue Funktion selbst aufrufen als auch beispielsweise mehrere Resource-Dateien laden
  146. und verwalten. Ein zu Terminal kompatibles Modul 'Console' benutzt die GEMDOS- statt
  147. der BIOS-Routinen, so daß Ein-/Ausgabeumleitungen, z.B. in sogenannten Command-Line-
  148. Shells,  möglich  sind.  Eine  neue,  noch  viel  bequemere  Fehlerbehandlung  für  die  eigenen
  149. Programme ist hinzugekommen, die sogar Accessories absturzsicher machen kann.
  150.  
  151. Die bisherigen Module sind überarbeitet und teilweise stark erweitert worden, wobei darauf
  152. Rücksicht genommen wurde, alte Programme möglichst ohne Änderungen, also durch einfaches
  153. Neuübersetzen, weiterverwenden zu können.
  154.  
  155. Die Coprozessorunterstützung
  156.  
  157. Optional kann nun der Fließkomma-Coprozessor (68881/2), wie er z.B. von Atari vertrieben
  158. (SFP  004)  und  auch  von  Fremdherstellern  für  die  ST  Computer  angeboten  wird,  für
  159. REAL/LONGREAL-Operationen eingesetzt werden. Ebenso wird der im Atari TT serienmäßig
  160. vorhandene Coprozessor 68882 optimal ausgenutzt.
  161.  
  162. Dazu gehört nicht nur die Verwendung des IEEE-Formates für Fließkommazahlen und das
  163. Benutzen  des  Coprozessors  bei  den  einzelnen  Bibliotheksfunktionen  für  die  Fließkomma~
  164. arithmetik, sondern auch das geschickte Ausnutzen der Register des 68882 durch die neue
  165. Codeerzeugung  des  Compilers.  Dadurch  wird  sogar  ohne  das  manuelle  Einsetzen  von
  166. Register-Variablen  schon  eine  Steigerung  der  Ausführungszeiten  von  rechenintensiven
  167. Programmen um bis zu 50% gegenüber den sonst üblichen Einbindungen des Coprozessors
  168. erzielt.  Das  liegt  daran,  daß  der  Megamax-Compiler  für  die  Coprozessor-Unterstützung
  169. besonderen  Code  erzeugt,  während  andere  Systeme,  die  keine  spezielle  Option  hierfür
  170. vorsehen, erst zu spät in der Laufzeitbibliothek die Coprozessor-Erkennung durchführen. Durch
  171. Verwendung  von  Register-Variablen  können  Sie  sogar  weit  an  Assembler-Optimierungen
  172. herankommen.
  173.  
  174. Das Drumherum
  175.  
  176. Es  sind  jetzt  40  verschiedene  Demo-  und  Hilfsprogramme  vorhanden.  Diese  Programme
  177. werden im Quelltext mitgeliefert und führen Ihnen nun noch mehr der teilweise neuen, sehr
  178. vielfältigen Möglichkeiten des Entwicklungssystems vor Augen und geben Ihnen Beispiele für
  179. die eigene Programmierung.
  180. Eine neue Version des Resource-Construction-Programms führt bei mehr als sieben Laufwerken
  181. nicht mehr zu Fehlern.
  182.  
  183. Das Handbuch
  184.  
  185. Selbstverständlich sind alle neuen Module, die Editoren, das Make, die Verbesserungen in
  186. Shell,  Compiler  und  Linker  im  neuen  Handbuch  dokumentiert.  Aber  auch  die  übrigen
  187. Informationen  wurden  überarbeitet  und  ausführlicher  beschrieben.  Im  Kapitel  über  den
  188. Compiler sind die Erweiterungen nun deutlich markiert - unterschieden nach ISO- und eigenen
  189. Erweiterungen.  Zur  Optimierung  Ihrer  Systemumgebung  und  Ihrer  Programme  finden  Sie
  190. genauso Hinweise wie zur Anpassung Ihrer alten Module auf das neue System. Damit Sie
  191. nicht nur Bahnhof verstehen, wenn wir von der Base Page sprechen oder Sie zum Booten
  192. auffordern, haben wir ein neues Kapitel mit Begriffserläuterungen angefügt. Auch Interna
  193. wie der Vorgang des Linkens und des Make sowie der Aufbau des Bezeichnerbaums in
  194. Definitionsmodulen und die Formate von Strukturen im Speicher sind keine Geheimnisse mehr.
  195.  
  196. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden Inhaltsübersicht und Index  nochmals  vergrößert,  die
  197. Bedienungsanleitungen  zu  den  Programmen  mit  Grafiken  (Hardcopies)  verdeutlicht.  Alles
  198. zusammen hebt den Umfang des Handbuchs um 300 auf nun ca. 700 Seiten!
  199.  
  200. Der Service
  201.  
  202. Sollte das Handbuch immer noch Fragen offen lassen, so bieten wir Ihnen nun in schwierigen
  203. Fällen eine Hotline zu den Programmierern; zudem können Sie die Quelltexte der Bibliotheken
  204. erhalten.
  205.  
  206. Wo ist der Haken?
  207.  
  208. Alle diese Verbesserungen haben auch ihren Preis: Die Bibliothek, die Shell und der Compiler
  209. sind gewachsen und belegen damit mehr Speicher - trotz der besseren Codeerzeugung. Shell
  210. und Compiler benötigen nun ca. 170 KB mehr RAM. Das führt bei Rechnern mit (nur) einem
  211. Megabyte Speicher zu Problemen. Deswegen liefern wir eine zweite Shell mit, die mehr als
  212. 100 KB weniger Speicher benötigt: Bei ihr fehlen die  Desktop-Symbole  -  Verzeichnisse
  213. können mit dieser Shell nicht mehr angesehen werden. Statt dessen werden die Funktionen
  214. zum Löschen, Umbenennen, Arbeitsdatei auswählen usw. in der Menüleiste und über den
  215. File-Selector zur Verfügung gestellt. Ein Programm, der "Filer", dient als Tool, mit dem Sie
  216. dann wie bei der großen Shell die Verzeichnisse in Fenstern sehen und bearbeiten können.
  217. Da  andere  Komponenten,  besonders  die  Definitionsmodule,  kompakter  wurden,  ist  das
  218. bequeme Arbeiten mit einem Megabyte weiterhin möglich.
  219.  
  220. Übrigens: Haben Sie schon die Testberichte zu Vorab-Versionen des neuen Megamax-Systems
  221. gelesen? Beide Berichte geben uns fast durchweg die besten Noten: ST-Magazin 4/90 und
  222. TOS 7/90. Die wenigen dort angebrachten Mängel wurden bereits behoben.
  223. Sie wollen mehr?
  224.  
  225. Können Sie haben. Beispielsweise:
  226.  
  227.  * Die Quelltexte der MOS-Bibliothek (alle Implementationsmodule).
  228.  
  229.  * Die  Magic-Library  von  Peter  Hellinger.  Das  ist  eine  vereinfachte  GEM-  und  TOS-
  230.    Bibliothek, die für alle Modula-Compiler auf dem Atari ST verfügbar ist und die damit
  231.    portabel in GEM programmieren können. Die Namensgebung der Bezeichner richtet sich
  232.    i.a.  nach  den  ausgeschriebenen  Namen  im  Profibuch.  Außerdem  umfaßt  sie  einige
  233.    High-Level-GEM-Module: Sie haben alle  Features,  die  die  C-Library  zum  Buch  "Vom
  234.    Anfänger zum GEM-Profi" (Hüthig Verlag 1990) der Geiß-Brüder (Adimens) bietet und
  235.    den modernen GEM-Richtlinien entsprechen: Popup-Menüs, Menüzeilen im Fenster, Tasten~
  236.    bedienung bei Buttons in Dialogen, "fliegende Dialoge" (nach den Flydials  von  Julian
  237.    Reschke), VT52-Emulation im Fenster und vieles mehr.
  238.  
  239.  * Eine ADT-Bibliothek, die keine Wünsche mehr offen lassen kann: Bäume (auch  AVL),
  240.    Listen (mit Marken), Hash-Tabellen, Stacks und Queues. Die Daten werden nicht, wie
  241.    beim Megamax-Modul Lists, über Zeiger verwaltet, sondern können komplett übergeben
  242.    werden. Die Strukturen können in einem Stück  kopiert  (zugewiesen)  oder  in  Dateien
  243.    geschrieben/gelesen  werden.  Und  so  weiter.  Die  Quelltexte  in  Modula-2  werden
  244.    mitgeliefert.
  245.  
  246.  * Die neue MeMoX-Disk Nr. 3. Sie enthält u.a. Module für beliebig große Integer-Zahlen
  247.    (in Assembler optimiert), Joystickabfragen incl. "Tetrax", einer Nachahmung des bekannten
  248.    Spiels "Tetris", eine Matrizenbibliothek, eine Funktion zum Erkennen von Tastenkürzeln in
  249.    Menüleisten (so daß das Programm eine Änderung der Tastenkommandos in der RSC-Datei
  250.    automatisch übernimmt), ein kleines Terminal-Programm incl. XModem-Routinen, ein Modul
  251.    zur Mausbeschleunigung, ein alternatives "InOut", das die Ausgaben zusätzlich in einer
  252.    Datei protokolliert, gepufferte Dateilesefunktionen und noch mehr. Die MeMoX 1 wurde
  253.    übrigens aufgelöst und die nicht ins Modula-System übernommenen Module auf die dritte
  254.    Disk übertragen, die dafür nun doppelseitig ist.
  255.  
  256.  * Oder fehlt Ihnen noch die MeMoX 2? Dann  haben  sie  u.a.  versäumt:  Ein  richtiges
  257.    Real-Time Multitasking-Modul, das auf ganz normale Modula-Prozeduren ohne Assembler
  258.    angewendet werden kann,  einen  Formel-Parser,  eine  Stoppuhr  (Auflösung  5ms),  AVL-
  259.    Bäume und ein Modul, das in mehreren Textfenster gleichzeitig Eingaben zuläßt: Einfach
  260.    das gewünschte Fenster anklicken und drauflosschreiben.
  261.                               Ihre Wünsche? Unsere Fragen!
  262.  
  263. Bevor Sie den Bestellschein an uns zurücksenden, beantworten Sie bitte noch die folgenden
  264. Fragen. Wir wollen uns damit in Zukunft  besser  auf  Ihre  Bedürfnisse  einstellen  und  so
  265. schneller zu interessanten Updates kommen.
  266.  
  267. Auf den vorigen Seiten haben Sie erfahren, was Sie beim neuen System erwartet. Wir
  268. stellen Ihnen gleich die Frage, welche Punkte Sie verbessert sehen wollen. Bewerten Sie
  269. jede Frage mit einem Wert von 0 bis 2 und schreiben Sie die Zahl an den Anfang jeder
  270. Zeile.
  271.  
  272.   0 bei keinem Interesse ("Nein, muß nicht sein"),
  273.   1 bei bedingtem Interesse ("wäre nicht übel"),
  274.   2 bei großen Interesse ("Ja, unbedingt").
  275.  
  276. Also los! Wie wichtig ist es Ihnen...
  277.       daß der Compiler bestmöglichen Code erzeugt (z.B. wie Turbo-C)?
  278.       daß der Compiler optimalen Code für den 68030 im Atari TT erzeugt?
  279.       daß der Compiler dem ISO-Standard vollständig entspricht?
  280.       daß der Compiler objekt-orientierte Erweiterungen (OOP) bietet?
  281.       daß der Compiler noch schneller übersetzt?
  282.       daß der Compiler Fehler sammelt statt immer beim ersten Fehler zu stoppen?
  283.       ein richtiger Runtime-Debugger (Variable ansehen, Breakpoints usw.)?
  284.       eine ISO-Standard-Bibliothek?
  285.       eine einfachere Übertragung von C-Programmen und -Beispielen?
  286.       eine GEM-/TOS-Bibliothek mit den Original C-Bezeichnernamen?
  287.       eine Einbindung von Funktionen aus Turbo-C-Objekt-Modulen/-Bibliotheken?
  288.       ein integriertes System (Editor fest in Shell, Shell einfacher)?
  289.       mehr komfortable GEM-Module (Resource-, Dialog- und Fensterverwaltung)?
  290.       eine spezielle Grafikbibliothek (freie, einfache Grafiken in GEM-Fenstern)?
  291.       eine größere mathematische Bibliothek?
  292.       eine größere Modulsammlung für allgemeine Zwecke (abstrakte Datentypen usw.)?
  293.       ein einfacher zu bedienendes System/Shell (z.B. für Schulungen, Gelegenheitsbenutzer)?
  294.       eine bessere Dokumentation der Shell, um selbst Änderungen vornehmen zu können?
  295.       ein GEM-Editor mit Wordstar-/Tempus-artiger Bedienung?
  296.       ein GEM-Editor mit Mac-artiger Bedienung (Cut/Copy/Paste, z.B. Script, 1st Word)?
  297.       daß der MeMoX für eine größere Modulauswahl intensiviert wird?
  298.       daß das Handbuch übersichtlicherer wird?
  299.  
  300. Wenn Sie weitere Wünsche oder Anmerkungen haben, verwenden Sie dafür bitte ein anderes
  301. Blatt, da dieser Zettel anonym und tabellarisch ausgewertet werden soll!
  302.  
  303. Und zuletzt verraten Sie uns bitte noch Ihre Systemkonfiguration:
  304.  
  305. Diskettenlaufwerke:          einseitig(e)                   (Anzahl eintragen)
  306.                              doppelseitig(e)
  307.  
  308. Festplatte                                                 (ankreuzen, wenn vorhanden)
  309.  
  310. Festspeicher                  Mega Byte
  311.                          __
  312.  
  313. Rechner                      ST (520, 1040, Mega)
  314.                              STE
  315.                              TT
  316.  
  317. TOS-Version                 (1.0, 1.2, 1.4, 1.6 oder 3.0)
  318.                          __
  319.  
  320. Monitor                      monochrom (SM 124, auch Atari TT)
  321.                              farbe (SC 1224, auch Atari TT)
  322.                              Großbildschirm/Grafikkarte
  323.